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Erfolgsgeschichte aus der Garage

Posted by Vino Kilo on

We are happy to invite our friends to share their vision of sustainable fashion and their Vinokilo stories. Throwback to the early stages of our vintage journey and to the milestones that made us.

In wenigen Jahren wurde VINOKILO zur führenden Marke für Vintage-Mode. Der Unternehmensgründer Robin Balser hat mit seiner innovativen Idee einen Nerv getroffen.!

Kleidungsstücke sind Lebensabschnittsbegleiter. Zuerst ist man verliebt, aber irgendwann vergisst man, was einen an der Lieblingsjacke einst so begeistert hat und will sie wieder loswerden. Für die Jacke muss das keine Katastrophe sein. Womöglich hat sie noch ein langes Leben vor sich und macht noch viele Menschen glücklich. Auf diesem Kreislauf basiert VINOKILO, Deutschlands erfolgreichste Vintage-Mode-Marke. Doch ausgerechnet Robin Balser, Gründer und Chef von VINOKILO, besitzt eine Jacke, der er auf ewig treu bleiben wird. „Von der werde ich mich nie trennen, denn die ist so etwas wie der Grundstein meines Unternehmens.

“! Entdeckt hat er sie in der Altstadt der estnischen Hauptstadt Tallin, wo Balser 2011 ein Semester studierte. Er war sofort fasziniert von dem auffälligen Einzelstück. Sie leuchtete in allen Schattierungen der Farbe rot. Es gab nur zwei Probleme: 1. Balser war nahezu pleite und 2. Der estnische Besitzer steckte noch in der Jacke. „Ich sprach den Mann an. Er mochte meinen Schal. Schließlich tauschten wir. Für den Schal und einen Gin-Tonic bekam ich die Jacke.“ Genaugenommen war das der Beginn von VINOKILO.!

„Mein Style war mir schon immer wichtig. Aber mit der Einheitsware aus dem Kaufhaus hat das nichts zu tun. Mit Vintage-Klamotten kann ich anziehen, was sonst keiner hat. Ich trage nur hochwertige Stücke mit Geschichte. Und das Beste: Ich kanns mir leisten.“ Die Idee, mit Secondhand-Kleidung zu handeln, ließ Balser von nun an nicht mehr los. Zuerst organisierte er Tauschbörsen für getragene Kleidung. „

Das hat Riesenspaß gemacht. Die Leute kamen in Scharen. Aber es gab einen Haken: Verdient habe ich damit nichts.“! Das änderte sich erst 2015, als Robin Balser in seiner Heimatstadt Mainz im Wohnzimmer eines Freundes Altkleider verkaufte, und zwar zum Kilopreis. „Wir wurden komplett überrannt. Beim ersten Event kamen 450 Leute an einem Tag. Sechs Wochen später, beim zweiten Event, waren es schon 850. Und das ging immer so weiter.“!

Altkleider sind das Endprodukt, mit dem VINOKILO handelt, und gleichzeitig der Rohstoff - ein Rohstoff, der niemals knapp wird. Über fünf Milliarden Kleidungsstücke hängen in deutschen Kleiderschränken. Um Platz für Neues zu schaffen, wird ein Großteil davon ständig aussortiert, oft im neuwertigen Zustand. Das Reparieren von Kleidung ist vollkommen aus der Mode gekommen. Greenpeace hat ermittelt, dass die Hälfte der Deutschen noch nie ein Kleidungsstück zum Schneider gebracht hat. Über eine Million Tonnen Altkleider wandern nach ihrem kurzen Leben als Gebrauchsgegenstand in den Müll oder in die Sammelcontainer. Zusammen mit einem niederländischen Freund hat Balser ein System entwickelt, wie aus der Flut der Textilien genau die Stücke heraussortiert werden, die sich bei VINOKILO besonders gut verkaufen lassen.!

Nach dem unerwarteten Sensationserfolg der ersten,improvisierten Events für Vintage-Enthusiasten, wurde VINOKILO schließlich vor genau drei Jahren, im März 2016, offiziell gegründet. Wie alle legendären StartUps, machte die Firma auf dem Weg nach oben über ein Jahr Station in einer ganz normalen Garage eines Wohnhauses in Suburbia. „Die Garage im Haus meiner Oma Margot war lange Zeit das Lager und die Zentrale. Wir mussten jeden Tag zaubern, um in der Enge und fast ohne Infrastruktur zu überleben. Keine Ahnung, wie wir das geschafft haben.“ Trotz der erschwerten Bedingungen stellte die kleine Mannschaft im ersten Jahr bereits 13 VINOKILO-Events in ganz Deutschland auf die Beine. !

Die Verkaufsveranstaltungen der anderen Art sind für Balser inzwischen Routine. Trotzdem staunt er noch jedes Mal ungläubig beim Anblick der Menschenschlangen. Wenn das Team am Morgen die Türen öffnet, kringeln sie sich meist schon über hundert Meter lang durch das Stadtviertel, und lösen sich erst beim Toreschluss wieder auf. Im Schnitt kommen 1000 Kunden zu jedem Event. 80 Prozent sind weiblich, die meisten zwischen 16 und 24 Jahren. Die jungen Frauen suchen natürlich nach gehobener Qualität zu konkurrenzlos niedrigen Preisen. „Das allein ist aber nicht entscheidend“, sagt Balser. „Die Leute genießen es, bei uns in einer Atmosphäre einkaufen zu können, die ganz anders ist als in einem unpersönlichen, langweiligen Kaufhaus. Dazu hat doch keiner mehr Lust.“!

Vintage-Mode ist dabei, sich einen immer größeren Stellenwert im Markt zu erobern. Gleichzeitig hat die Bedeutung von Markenkleidern, die noch vor wenigen Jahren den Kleidergeschmack junger Menschen einheitlich festlegte, ganz eindeutig ihren Höhepunkt überschritten. Die „Generation VINOKILO“ genießt es, die Ständer nach Unikaten zu durchsuchen. Sie will gerade nicht exakt dieselben Sneakers, Jeans und Jacken tragen, wie alle anderen. Individualität ist die neue Konformität.!

Zusätzlich, beobachtet Balser, drängt sich der Aspekt der Nachhaltigkeit immer weiter in den Vordergrund. „Bei VINOKILO einzukaufen ist auch ein Statement, dass Kleidung keine Wegwerfware ist.“ Bei der Produktion einer einzigen neuen Jeans werden hingegen 7000 Liter verbraucht. Eine secondhand-Jeans verschwendet kein Wasser. !

Seit der Firmengründung ist die Garagenklitsche kräftig gewachsen. In jedem Jahr hat sich die Zahl der Verkaufs-Events verdoppelt. Wien, Stockholm, Oslo, Luxemburg und alle Regionen Deutschlands – VINOKILO war schon in über 60 europäischen Großstädten. Dabei wurden inzwischen 100.000 Tonnen Kleidung verkauft. Für das Jahresende peilt Balser den Sprung über die 200.000 Tonnen Grenze an.!

Ein solches Unternehmen lässt sich nicht mehr aus der Garage von Oma Margot steuern. Im Oktober 2017 hat VINOKILO sein eigenes „warehouse“ bezogen. Zwei Lagerhallen von zusammen rund 500 Quadratmetern sind bis unters Dach voll mit verkaufsfertigen Altkleidern. Auf dem Firmenparkplatz warten sechs nagelneue VW-Crafter. Insgesamt 21 festangestellte Mitarbeiter zählen zu Balsers Team. Sie kommen aus zwölf Nationen, Umgangssprache ist Englisch. !

Ein Bereich der Lagerhalle ist abgesperrt. Modells posieren auf einer kleinen Bühne im Scheinwerferlicht. Hier werden ständig ausgesuchte Stücke für den online-shop fotografiert, VINOKILOs neuste Expansion.!

„Das sieht inzwischen schon beeindruckend aus, ich weiß“, sagt Robin Balser. „Aber davon darf man sich nicht blenden lassen. VINOKILO ist noch immer ganz am Anfang. Und bisher hatten wir noch kein Jahr ohne eine absolute Katastrophe.“!

Inzwischen muss Robin Balser nur noch selten erklären, was VINOKILO ist und wie es funktioniert. Werbung ist auch nicht notwendig. Die Nachricht, dass VINOKILO in die Stadt kommt, verbreitet sich rasend schnell, und ausschließlich über soziale Medien. Das reicht, um den Laden voll zu bekommen. Trotz aller Anstrengung: Bis heute können Robin Balser und sein Team noch immer nicht genug Verkaufs-Events organisieren. Die Kunden wünschen sich stets noch mehr davon.

Die Nachfrage nach VINOKILO wächst also schneller als das Angebot. Das ist die beste Nachricht für ein innovatives StartUp: Ein Nerv wurde getroffen.


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